Die Nashi-Birne

Angebaut wird sie vor allem in China. Sie gehört zu den Rosengewächsen und zur Gattung der heimischen Kulturbirne. Innerhalb ihrer Gattung bildet die Nashi-Birne aber eine eigene Sortengruppe. Schließlich erinnert sie geschmacklich der Kulturbirne, sieht jedoch einem Apfel ähnlich. Genauso ist das Fruchtfleisch saftiger, fester und nicht so sehr aromatisch.
Trotz einer geringen Kälteempfindlichkeit kann dieses Obst in deutschsprachigen (Weinbau-)Gebieten angebaut werden.

Anbau der Nashi-Birne

Nashi-Birne-Arten

Weltweit gibt es viele verschiedene Arten der Nashi-Birne, welche selbstbefruchtend oder fremdbefruchtend sein kann. Grob werden sie meist in 2 Kategorien eingeteilt. Oft sind Früchte deren Sortennamen mit “ki” endet gelblich. Eine Endung mit “ui” deutet dagegen auf eine bronzefarbene Schale hin.

Bekannte Arten der Nashi-Birne:

  • Hosui – reift früh und trägt gut
  • Kosui – reift früh mit guter Qualität
  • Shinui – beosnders aromatisch
  • Shinko – große Frucht und gut zu lagern sowi
  • Sik Chon Early Pear – robuste und krankheitsresistente Sorte.

Selbstverständlich gibt es noch mehr Arten. Meist gibt der Fachhandel gerne sortenbedingte Auskünfte.

Pflanzzeit, Standort und Boden

Für die Vermehrung der Nashi-Birne sind meist Sämlingsunterlagen der Kulturbirne notwendig. Auf diesen werden die Pflanzen veredelt. In der Regel übernehmen das die Profis. So muss der fertige, junge Nasi-Birnenbaum lediglich im Handel erworben werden. Am besten das passiert zur Pflanzzeit im Frühjahr. Nun wird der junge Baum an einen sonnigen und geschützten Platz eingepflanzt. Die Erde sollte tiefgründig, humusreich und leicht sauer sein. Anders wie normale Birnbäume möchte die Nashi-Birne keinen kalkhaltigen Erdboden. Ebenso muss auf einen guten Abstand zu anderen Bäumen geachtet werden. Ideal sind 2 Meter. Natürlich muss auch das Pflanzloch groß und vor allem tief genug ausgehoben sein. Nach dem Einpflanzen ist es angebracht, dass die Veredlungsstelle etwas über der Erde liegt.

Pflege

Sobald die Nashi-Birne gepflanzt ist, benötigt sie etwas Wasser. Viel Flüssigkeit ist auch in Trockenzeiten nötig. Dabei darf es jedoch nicht zu Staunässe kommen. Damit im Sommer der Wurzelballen nicht austrocknet, ist eine Düngung mit Kompost bzw. Rasenschnitt angebracht. Selbstverständlich muss ein Baum der Nashi-Brine auch erzogen und geschnitten werden.
Meist geht die Erziehung hin zur Pyramidenkrone. Bei dieser bleiben bei dem Erziehungsschnitt der Mitteltrieb und etwa 4 Seitentriebe (die in verschiedene Richtungen zeigen) stehen. Selten werden die Bäume auch zu Hohlkronen ohne Mitteltrieb erzogen.
Steht das Gewächs an einer warmen Südwand, kann auch die Form eines Spalierbaums infrage kommen. Nach einiger Zeit sind Verjüngungsschnitte nicht wegzudenken. Gerade das Fruchtholz altert nämlich schneller, wie bei heimischen Birnbäumen.

Krankheiten

Eine Nashi-Birne wird meist von Birnenblattsaugern oder Birnengallmücken befallen. Genauso ist es mit der meldepflichtigen Bakterieninfektion Feuerbrand. Erkrankt ein Baum am Letzteren, muss er entfernt und verbrannt werden. So ist es möglich, die Ausbreitung einzuschränken. Vom Birnengitterrost werden die Bäume dagegen nur selten befallen.

Überwinterung

Ein Nashi-Birnen-Baum ist winterhart und verträgt Temperaturen von bis zu -20°C ohne besonderen Schutz.

Ernte

Es gibt einige Sorten der Nashi-Birne die selbstbefruchtend sind. Die meisten sind es aber nicht. Dann benötigen sie einen Bestäuber. Dies kann ein zweiter Nashi-Baum sein oder ein Birnbaum, welcher zur gleichen Zeit am Blühen ist. Mit der ersten Ernte kann ab dem 2. bis 3. Standjahr gerechnet werden. Gelbe Früchte beginnen, ab Anfang September reif zu sein. 2-3 Wochen später können die bronzefarbigen Nashis ebenso geerntet werden. Beim Pflücken und Transportieren ist Vorsicht zu bieten. Die Früchte (welche nur vollreif geerntet werden) sind druckempfindlich und schnell weich. Bei Raumtemperatur halten sie sich bis zu 2 Wochen. Im kühlen und trockenen Keller können es es zu 6 Wochen werden. Eine Nashi-Birne wird meist roh gegessen. Ihre Schale kann mit verzehrt werden. Ebenso ist die Herstellung von Kompott, Marmelade und Konfitüren möglich. Auch an Obstsalat passen sie gut.