Allgemeine Informationen

Vor der Ostküste des asiatischen Kontinents findet man ein Land auf der Karte, welches als das Land der aufgehenden Sonne sowie das Land des Lächelns bekannt ist. Die Hauptinsel und gleichzeitig die größte Insel ist Honshu, auf der sich auch die Hauptstadt Tokio befindet. Honshu besteht aus etwa 60 Prozent der Gesamtfläche Japans und ist mit 103 Millionen Einwohnern die zweitbevölkerungsreichste Insel auf der Erde.

Kyushu ist die südlichste Insel und verfügt über ein sehr außergewöhnliches subtropisches Klima. Eine weitere Insel ist Hokkaido, welche mit der Hauptinsel Honshu durch einen Tunnel verbunden ist. Der Seikan-Tunnel ist übrigens 53 Kilometer lang und ist damit der längste Tunnel der Welt. Und schließlich Shikoku, welche ebenfalls mit Honshu verbunden ist. Es ist eine 13 Kilometer lange Brücke, genant die Seto-Brücke, welche den Übergang zwischen den beiden Inseln erlaubt.

Auf allen Inseln verteilt, leben zusammen etwa 126 Millionen Menschen. Tokio ist nicht nur die Hauptstadt, sondern mit über 9 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes.

Die unterschiedlichen Jahreszeiten

Im Land herrschen unterschiedliche Klimazonen, weil die japanische Inselkette sich von Norden nach Süden erstreckt. Das macht das Land sehr einzigartig und alle vier Jahreszeiten sehr unterschiedlich.

  • Der Frühling dauert über die Monate von März bis Mai mit einer durschnittlichen Temperatur von milden 15 Grad. Besonders für seine wunderschönen Kirschblüten ist der japanische Frühling bekannt und ist für viele Reisende die beliebteste Jahreszeit in Japan.
  • Von Juni bis August herrscht der Sommer und zeichnet sich vor allem durch eine lange Regenzeit aus, welcher mehrere Monate dauern kann. In dieser Zeit ist eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit keine Seltenheit. Ganz anders sieht es Ende Juli aus, denn jetzt fängt eine regenarme Zeit an und so sind Temperaturen von ungefähr 30 Grad sehr häufig.
  • Gegen Anfang September beginnt der Herbst und begeistert drei Monate lang mit frischen Brisen und angenehmen Temperaturen. Sehr interessant ist die Herbstsaison für Touristen, weil die Landschaften sich in einzigartiger Laubfärbung zeigen, welche nirgendswo anders so zu sehen sind.
  • Die Zeit zwischen Dezember und Februar gehört dem Winter. Die Winterzeit ist eher trocken und wird sehr oft von der Sonne begleitet. Die Berge Japans sind meist vom Schnee bedeckt und laden jeden herzlich ein die wunderschönen Schneelandschaften zu bewundern und Wintersport zu betreiben.

Sehenswürdigkeiten

Besonders in Japan wird die Faszination des fernen Ostens spürbar. Das Land vor der Ostküste Asiens ist reich an Sehenswürdigkeiten, heiligen Orten und Naturschönheiten. Ein perfektes Beispiel dafür ist der Itsukushima-Schrein auf der Insel Miyajima. Der Schrein existiert schon seit dem 6. Jahrhundert und wird seitdem für religiöse Zeremonien gebraucht. Außerdem dient der Schrein zur Verehrung der Shinto-Gottheit “Kami”.

Eine weitere anregende Sehenswürdigkeit ist der im Jahr 745 erbaute buddhistische Tempel Todai-ji in der Stadt Nara, welcher den Zweck hatte die Einwohner vor Naturkatastrophen zu schützen. Zu dieser Zeit wurden Tempel in allen Provinzen errichtet und so ein Netzwerk von Tempeln geschaffen. Der Todai-ji war damals der wichtigste Tempel dieses Netzwerkes. Die Haupthalle des Tempels ist das größte aus Holz gebaute Gebäude. Außerdem befindet sich hier die größte Buddha-Statue der Welt.

Ebenfalls sehr interessant ist die Insel Yakushima im Ostchinesischen Meer, die für ihren zauberhaften Zedernwald bekannt ist. Der ganze Wald besteht aus immergrünen Bäumen, welche eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Außerdem gibt es auf der Insel viele natürliche heiße Quellen sowie Berglandschaften und die beliebten Wanderungswege. Jedes Jahr wird die Insel von hunderttausend Touristen besucht und wurde sogar zum Weltnaturerbe erklärt.

In Kyoto befindet sich Kiyomizudera, einer der wichtigsten Tempel des Landes. Er wird auch der Tempel des reinen Wassers genannt und wurde vor über tausend Jahren von einem buddhistischen Mönch aus Nara begründet. Die Haupthalle ist ein Nationalschatz Japans, weil hier die tausendarmige und elf köpfige Gottheit “Kannon” sowie die Statuen eines geheimen Buddhas stehen. Der Tempel selbst liegt an einem Berghang in der Nähe der Quelle des Flusses Kizu, welche Krankheiten heilen soll.

Natürlich verfügt Japan noch über zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten, doch um sie alle aufzuzählen, würde es hier den Rahmen sprengen. Tatsache ist, dass kein anderes Land auf der Welt es so gut schafft, die asiatische Kultur und ihre Schönheit einem Touristen so nahe zu bringen und zu begeistern.

Eine reichhaltige Kultur

Bereits 5000 Jahre vor Christus war die einsame Insel von den Ureinwohnern der Japaner bevölkert. Die japanischen Ureinwohner heißen Ainu und hatten früher ein sehr friedliches Leben geführt, bis es zum Krieg zwischen den verschiedenen Stämmen kam. Der Grund für die Auseinandersetzung war häufig Hunger, weil Reis so ziemlich die einzige Nahrungsquelle war. Das heutige Japan existiert schon seid der Konfu-Zeit (250 bis 550 Jahre n.Chr.), als koreanische Einwanderer den Buddhismus nach Japan brachten.

Da Japan eine Insel ist und so von dem Kontinent abgeschnitten ist, hatten die früheren Japaner keine richtige Zivilisation und mussten erst von den Koreanern in vielen Dingen unterrichtet werden. So kam auch die chinesische Schrift und zahlreiche andere chinesische sowie koreanische Einflüsse nach Japan. Die Japaner sahen die chinesische Kultur und ihre Schrift als Vorbild und entwickelten während der Heian-Zeit (794–1185) ihre eigene Kultur. Die nächste Zeit löste viele Bürgerkriege aus und so kam es zur Entwicklung der Samurai, welche die Aufgabe hatten, ihren Herrn zu beschützen.

In der friedlichen Edo-Zeit (1600-1867) prägten vor allem die Malereien von Ukiyo-e die japanische Kultur. Auch der im Jahr 1830 entstandene Farbholzschnitt „Die große Welle“ von Katsushika Hokusai ist ein wichtiger Bestandteil der japanischen Kunst.

Außerdem entstand im Verlauf der verschiedenen Epochen und unter dem Einfluss des Buddhismus, eine faszinierende Architektur von japanischen Gebäuden. Die UNESCO erklärte 39 historische Bauwerke, zu denen auch buddhistische Schreine und Tempel gehören, zum Weltkulturerbe. Heute sticht Japan besonders durch die interessante Mischung aus alten Traditionen und moderner Technik heraus, welche harmonisch zu einer einzigartigen Kultur verschmelzen.

Japanisches Essen

Wer ans Japanische Essen denkt, dem kommt sofort “Sushi” in den Sinn. Doch Japan hat mehr anzubieten, als nur rohen Fisch. So ist Reis die eigentliche Hauptnahrungsmittel der Japaner und wird in vielen anderen Gerichten wie auch dem Sushi entweder in gesalzener oder gesäuerter Form hinzugefügt. In Japan isst man allgemein viel Fisch, Gemüse und sogar Fleisch. Japanisches Essen schmeckt nicht nur gut, es ist auch sehr gesund und zusätzlich fettarm, weil es meist roh gegessen wird und viele Meerespflanzen enthält.

In jedem einfachen Geschäft und für wenig Geld gibt es z.B. den sogenannten Obento zu kaufen. Dieses schmackhafte Gericht besteht aus dem in Algen gewickelten Reis mit Lachs, Rogen und Seetang. Viele japanische Haushalte verfügen über einen kleinen Gaskocher, welcher zum Grillen ein kleines Fach in der Mitte hat. Besonders Gegrillter Fisch wird von den Japaner gern zum Frühstück verzehrt.

Weitere beliebte Gerichte in Japan sind natürlich die Nudeln oder auch die Nudelsuppen, welche entweder kalt oder warm serviert werden können. Zum Bespiel wird das Nudelgericht Soba sowie Somen kalt gegessen, aber eine andere Zubereitung wie Udon gekocht oder sogar gebraten. Ein gebratenes Soba wird als Yakisoba bezeichnet und wird mit Fleisch, Gemüse und einer Sauce ergänzt. Das Abendessen in Japan ist übrigens die wichtigste Mahlzeit des Tages und besteht aus zahlreichen nahrhaften Zutaten, mit dem Ziel die ganze Familie satt zu machen. In Tokio gibt es tausende Restaurants, die jedem Touristen eine hervorragende Möglichkeit bieten, in den Genuss der japanischen Küche zu kommen.